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Ausfüllhilfe für das Leerformular Vibration

Nachfolgend sehen Sie Ausschnitte aus dem Leerformular Vibration mit zusätzlichen Kommentaren, die Ihnen das Ausfüllen Ihres Formulares erleichtern sollen:

Grundsätzlich wird zwischen Hand-Arm-Vibrationen und Ganzkörpervibrationen unterschieden. Hand-Arm-Vibrationen treten immer in Zusammenhang mit einem (oft ortsveränderlich eingesetzten) Arbeitsmittel auf, Ganzkörpervibrationen sehr häufig in (stationären) Arbeitsbereichen. Der Anwendungsbereich des Dokuments wird sich auf einzelne Personen beziehen, in der Regel wird pro Person ein Dokument angelegt werden.

In dem Fall, dass es sich um eine eindeutige Zuordnung der Vibrationsbelastung zu einer bestimmten Maschine oder Anlage handelt, ist diese (Bezeichnung, Type) konkret anzuführen. In einer Anlage zum vorliegenden Dokument sollen die Herstellerangaben bez. Vibrationsbelastung (die in der Bedienungsanleitung angeführt werden müssen) und die zu treffenden Maßnahmen anhand der Bedienungsanleitung angeführt sein. Wird der Expositionsgrenzwert überschritten, muss gem. § 3 (1) VOLV die Arbeit eingestellt werden! 

Der Arbeitgeber ist für die Ermittlung und Beurteilung der Gefahren am Arbeitsplatz zuständig, wobei diese Verpflichtung delegiert werden kann (z.B. an die Sicherheitsfachkraft und/oder den Arbeitsmediziner).

In jedem Fall müssen Sicherheitsfachkraft und Arbeitsmediziner sowie Betriebsrat oder (wenn kein Betriebsrat vorhanden oder von diesem delegiert) Sicherheitsvertrauensperson(en) bei Durchführung der Evaluierung beigezogen werden. Überdies wird empfohlen, Personen aus den fraglichen Bereichen (z.B. Werkstättemeister) zu beteiligen.

Nach § 6 (4) VOLV dürfen Messungen nur von fachkundigen Personen oder Diensten durchgeführt werden. Diese müssen die erforderliche Fachkenntnis besitzen und für gewissenhafte und repräsentative Messungen die nötigen Voraussetzungen mitbringen. Dies können auch Betriebsangehörige sein, empfohlen wird in jedem Fall der Besuch eines entsprechenden Fachseminars. Auch die AUVA bietet die Durchführung von Messungen an. Messungen müssen wiederholt werden, wenn sich messrelevante Faktoren wie Maschinen, Arbeitsvorgänge, Werkzeuge oder bauliche Gegebenheiten ändern. Im Falle von Hand-Arm-Vibrationen für Arbeitsmittel, die beidhändig gehalten oder geführt werden, muss nach § 6 (3) Z 3 an beiden Händen gemessen werden. Beide Werte müssen dokumentiert werden, die tatsächliche Exposition ergibt sich aus dem höheren Wert.

Die DOK-VO verlangt in § 2 (1) Z 3 nur die Angaben der im Bereich beschäftigten Arbeitnehmer, nähere Angaben über die jeweilige persönliche Exposition müssen in einem Messbericht enthalten sein.

Die Punkte 1 bis 3 des Dokuments sind reine Kontrollfragen und dienen als Überprüfung und Bestätigung, dass sich diese Punkte auch wirklich im Messbericht wieder finden.

Betrifft Ganzkörper-Vibrationen in bestimmten Räumen, die in § 5 (1) VOLV definiert sind (z.B. Büroräume). In solchen Räumen muss die Exposition so niedrig wie möglich gehalten werden und es darf maximal der Auslösewert von aw,8h = 0,5 m/s2 erreicht werden.

Betrifft zusammengesetzte Expositionen, wie sie im Anhang B der VOLV definiert sind. Setzt sich Ausmaß und Dauer der Einwirkung von Hand-Arm bzw. Ganzkörper – Vibrationen während eines Arbeitstages aus zwei oder mehreren verschiedenen Anteilen zusammen, muss nach einer im Anhang angeführten Formel aus den Einzelbelastungen eine Gesamtbelastung errechnet werden.

Zu den besonders schutzbedürftigen Personen in diesem Sinne zählen insbesondere Schwangere und stillende Mütter, Jugendliche und Lehrlinge, ältere Arbeitnehmer und behinderte Arbeitnehmer. Sind solche Arbeitnehmer exponiert, müssen Maßnahmen überlegt werden (z.B. Beschäftigungsverbot nach dem Mutterschutzgesetz).

Nach § 7 (2) Z 2 VOLV müssen besondere Arbeits- oder Umgebungsbedingungen bei Vibrationen wie z.B. Arbeiten bei niedrigen Temperaturen berücksichtigt werden.

Nach § 7 (2) Z 4 VOLV muss die persönliche Schutzausrüstung angemessene die Belastung mindernde Wirkung haben. Dies kann im konkreten Fall auch bedeuten, dass Handschuhe überdies vor Nässe und Kälte schützen müssen

Nach § 7 (2) Z 5c müssen eventuelle Auswirkungen von Vibrationen auf den Arbeitsplatz oder auf Arbeitsmittel berücksichtigt werden. So können sich z.B. Vibrationen auf das korrekte handhaben von Bedienungselementen, auf das Ablesen von Anzeigen oder auf die Stabilität oder Festigkeit von Verbindungselementen störend auswirken.

Der Expositionswert stimmt auf einen 8 – Stunden Arbeitstag ab und verringert sich bei kürzerer Expositionsdauer. Sind Arbeitnehmer aber länger als 8 Stunden täglich exponiert, kann sich der tatsächliche Expositionswert auch erhöhen.

Häufig treten Lärm und Vibrationsbelastungen gemeinsam auf. In diesem Fall muss unter anderem die persönliche Schutzausrüstung auf diese besondere Situation abgestimmt sein. Auch im Falle des Auftretens von Lärm und bestimmten Schadstoffen (ototoxische Belastung) sind unter Umständen spezielle Maßnahmen erforderlich.

Nach § 5 Abs. 1 Z 2 der Verordnung über die Gesundheitsüberwachung (VGÜ) muss bei Überschreiten der Auslösewerte (2,5 m/s2 Hand/Arm-, 0,5 m/s2 Ganzkörpervibrationen) die Möglichkeit für freiwillige Untersuchungen auf eigenen Wunsch der Arbeitnehmer gegeben sein.
Nach § 4 der Verordnung über die Gesundheitsüberwachung (VGÜ) müssen Arbeitnehmer, bei denen eine tägliche Lärmexposition von 85 dB (oder 140 Papeak) überschritten wird, alle fünf Jahre verpflichtend untersucht werden. Beträgt die Exposition zwischen 80 und 85 dB (135 – 140 Pa) und besteht neben der Lärmeinwirkung ein zusätzliches Risiko (z.B. durch ototoxische Substanzen), muss die Möglichkeit für freiwillige Untersuchungen auf eigenen Wunsch der Arbeitnehmer gegeben sein.
Ab Erreichen des Auslösewertes von 80 dB(A) bzw. 135 dB(C) ist entsprechende Information und Unterweisung in jedem Fall erforderlich

Nicht alle der vorgeschlagenen Maßnahmen, die prinzipiell möglich sind, werden im Sinne des unter "Risikobeurteilung" gesagtem auch durchgeführt werden können – darum auch das Fragezeichen nach Maßnahme. Es sind also drei Varianten bez. Maßnahmen denkbar:

  • Variante 1: Eine vorgeschlagene Maßnahme ist gar nicht möglich ? "nein" ankreuzen, Spalte rechts bleibt leer
  • Variante 2: Eine vorgeschlagene Maßnahme wäre zwar grundsätzlich möglich, ist jedoch (derzeit) zu aufwendig ? "ja" ankreuzen, Spalte rechts bleibt (trotzdem) leer
  • Variante 3: Eine vorgeschlagene Maßnahme ist möglich und soll auch umgesetzt werden ? "ja" ankreuzen, Spalte ausfüllen, Übertrag in das (Haupt)Dokument